Hitzefalle PKW / Großes Risiko für Mensch und Tier

Quelle: www.aerztezeitung.de

Durch Wärmebelastung kann das eigene Fahrzeug zur Hitzefalle werden. Es steigt die Gefahr des Hyperthermie – Risikos für Mensch und Tier stark an.

Gefahr Auto

Vor allem wenn Kinder schlafen und es „nur eine Kleinigkeit“ zu erledigen gibt werden Kinder oder auch Hunde gerne im Auto gelassen. Wie schnell die Hitze im Auto tödlich wird, haben Forscher aus den USA untersucht. In einer Tabelle haben sie zusammengefasst, wie die Temperatur im Inneren eines Autos in Abhängigkeit von der Außentemperatur ansteigt. Wie die meisten wissen werden, etwa vom Fieber, sind Körpertemperaturen über 39 Grad gefährlich und spätestens ab 42 Grad besteht ernste Lebensgefahr! Eltern sollten ihr Kind deshalb nie alleine im Auto lassen und immer auch überprüfen, ob der Kindersitz und die Gurte nicht zu heiß sind, denn hier droht zusätzlich Gefahr durch Brandwunden, vor allem bei leichter Sommerkleidung oder auf nackter Haut.

Auch ein Fenster, das nur einen schmalen Spalt geöffnet ist, kann eine Überhitzung des Innenraums nicht verhindern – die Luftzirkulation reicht nicht aus, um den Aufheizungseffekt auszugleichen. Kinder schwitzen weniger und heizen schneller auf. Bis zur Pubertät schwitzen Kinder weniger als Erwachsene. Dies führt zu einer geringeren Wärmeabgabe, da weniger Schweiß verdunstet. Insbesondere während körperlicher Aktivität erzeugen Kinder aber mehr Stoffwechselwärme als Erwachsene. Bei extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit, wenig Luftbewegung und übermäßiger Anstrengung gelingt es dem kindlichen Körper oft nicht mehr, seine Temperatur genügend herabzusetzen.

Verhalten im Notfall

Wenn Ihnen ein eingeschlossenes Kind oder Tier in einem in der Sonne geparkten Fahrzeug auffällt, sollten Sie unbedingt reagieren und sich vergewissern, dass es dem Kind gut geht – beherztes Eingreifen kann in so einer Situation Leben retten. Wenn das Kind zwar reagiert, aber die Türen und Fenster nicht öffnen kann, versuchen Sie den Fahrzeuglenker zu erreichen oder benachrichtigen Sie die Polizei (110) oder die Feuerwehr (Notruf 112).